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Otto-Appel-Denkmünze 2020 für

Dr. Georg F. Backhaus

Das Kuratorium zur Verleihung der Otto-Appel-Denkmünze hat beschlossen, Herrn Dr. Georg F. Backhaus, den langjährigen Präsidenten des Julius Kühn-Instituts (JKI) und einer seiner Vorgängereinrichtungen, der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, sowie langjährigem Mitglied des Vorstandes der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft, für seine herausragenden organisatorischen und wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes mit der Otto-Appel-Denkmünze auszuzeichnen.

Als Sohn eines selbständigen Gärtnermeisters lernte Georg F. Backhaus die gartenbauliche Praxis von der Pike auf. Nach dem Studium der Gartenbauwissenschaften an der Universität Hannover entschied sich Backhaus für eine Promotion. Von 1980 bis 1983 und nochmals von Mai bis Dezember 1984 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz der Universität Hannover bei Professor Schönbeck tätig. Er befasste sich dort eingehend mit der Nutzung der endotrophen Mykorrhiza in der gärtnerischen Pflanzenproduktion. Zwischenzeitlich arbeitete er von 1983 bis 1984 für ein Jahr als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Forstmykologie und -pathologie der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität in Uppsala, wo er sich mit speziellen Fragen zur Bedeutung von Mykorrhizapilzen bei der Produktion nachwachsender Rohstoffe befasste. Mit seiner Dissertation zum Thema „Untersuchungen zur Nutzung der endotrophen vesikulär-arbuskulären (VA) Endomykorrhizza in der gärtnerischen Pflanzenproduktion“ schloss Dr. Backhaus seine Promotion an der Universität Hannover 1984 erfolgreich ab.

Zur Vorbereitung auf den Pflanzenschutzdienst folgte von März 1985 bis August 1986 ein Referendariat in Rheinland-Pfalz. Nach erfolgreichem Abschluss mit dem Zweiten Staatsexamen führte ihn sein Weg in den Norden zur Landwirtschaftskammer Weser-Ems nach Oldenburg, wo er von 1986 bis 1993 das Referat für Pflanzenschutz im Gartenbau leitete.

Im Jahre 1993 wechselte Dr. Backhaus zur Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig und leitete dort von 1993 bis 2002 das Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau. Nach erfolgreicher Bewerbung um das Präsidentenamt wurde Herrn Dr. Backhaus im Jahr 2002 das Amt des Präsidenten und Professors der BBA übertragen.

Im Jahre 2007 wurde die Ressortforschung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) umstrukturiert. Mit Wirkung vom 1. Januar 2008 wurden die BBA, die Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ) und zwei mit Pflanzenbau und Pflanzenernährung befasste Institute der Forschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) zum Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, zusammengeführt. Das JKI erhielt seinen Hauptsitz in Quedlinburg. Herr Dr. Backhaus wurde zum Präsidenten des JKI bestellt und hat diese Aufgabe bis zu seinem Ausscheiden zum 31. Dezember 2018 mit überaus großem Engagement wahrgenommen.

Im Laufe seiner 2018 beendeten aktiven Berufstätigkeit, aber auch darüber hinaus, war und ist seine Fachexpertise gefragt. Lang ist die Liste der Gremien und Beiräte, in denen Dr. Backhaus mitwirkte und sich engagiert einbrachte; in einigen Gremien ist er auch heute noch aktiv. Beispielhaft für sein Wirken seien hier lediglich der BioÖkonomierat der Bundesregierung, der Wissenschaftliche Beirat zum Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP), der Ausschuss für Pflanzenschutz der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und das Deutsche Maiskomitee genannt.

Auch in Berufsverbänden und wissenschaftlichen Organisationen wirkte Dr. Backhaus engagiert mit; so war er neun Jahre lang im Vorstand unserer DPG tätig.

In den Jahren 2005 und 2016 wurde Dr. Backhaus mit der Medaille der Tschechischen Phytopathologischen Gesellschaft für die Förderung der bilateralen Beziehungen und Zusammenarbeit ausgezeichnet. Im Jahre 2010 wurde er mit der Albrecht-Daniel-Thaer-Medaille der Landwirtschaftlich-gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin geehrt. Nun kommt mit der Verleihung der Otto-Appel-Denkmünze in diesem Jahr die höchste Ehrung hinzu, die der deutsche Pflanzenschutz zu vergeben hat.

Dr. Backhaus hat sich in der Zeit seines vielfältigen und erfolgreichen Wirkens um den Pflanzenschutz äußerst verdient gemacht. Mit seinem Werdegang vom praktischen Gärtner über das Studium der Gartenbauwissenschaften mit Promotion im Fachgebiet Phytopathologie und nachfolgender Tätigkeit im Pflanzenschutzdienst bis hin zum Institutsleiter an der Biologischen Bundesanstalt und zuletzt als Präsident des Julius Kühn-Instituts kannte Dr. Backhaus alle Sparten des Pflanzenschutzes sehr gut und konnte somit auf deren Bedürfnisse fundiert eingehen. Er war dabei stets um einen fairen Interessensausgleich zwischen den teilweise gegensätzlichen Positionen bemüht. Die Belange des praktischen Pflanzenschutzes hat er jedoch nie aus den Augen verloren. Mit einem guten Augenmaß für das fachlich Notwendige und gesellschaftlich Machbare verfolgte er zielstrebig die konsequente Weiterentwicklung effizienter und langfristig tragfähiger Pflanzenschutzkonzepte. Seine Entscheidungen waren wissenschaftsbasiert und zeichneten sich stets durch eine hohe Sachkenntnis und Praxistauglichkeit aus. Seine umfassenden Erfahrungen im Bereich der  anwendungsbezogenen Wissenschaft, der Politikberatung und den behördlichen Aufgaben des Pflanzenschutzes machten ihn zu einem umsichtigen und fachkundigen Moderator in einem vielschichtigen Umfeld – vielfältig im Hinblick auf die zahlreichen Disziplinen der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes, facettenreich aber auch im Hinblick auf die in diesem Sektor tätigen Akteure, angefangen von der Politik, den Ministerien und Behörden in Bund und Ländern, der Wissenschaft, der Wirtschaft bis hin zur Praxis. Zum Zusammenhalt dieses heterogenen Sektors hat Herr Dr. Backhaus als von allen Seiten anerkannter Brückenbauer maßgeblich beigetragen. Bei den alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Pflanzenschutztagungen und den jährlichen Sitzungen des Deutschen Pflanzenschutzdienstes unter seiner Leitung hat Dr. Backhaus immer wieder entscheidende Impulse gesetzt und die Vernetzung gefördert. Vor diesem Hintergrund hat die „große Familie des Pflanzenschutzes“ in Deutschland Dr. Backhaus viel zu verdanken.

Anton de Bary-Medaille 2020 für

Prof. Dr. Holger B. Deising

Herr Prof. Deising zählt zu den renommiertesten Lehrstuhlinhabern im Fachgebiet Phytomedizin in Deutschland. Er hat in Kiel Agrarwissenschaften studiert und dort am Botanischen Institut promoviert. Im Jahr 1988 wechselte Herr Deising an die Universität Konstanz. In der Arbeitsgruppe von Prof. Kurt Mendgen habilitierte er sich mit einer Arbeit zu “Biochemical investigation of differentiation of infection structures of the broad bean rust fungus Uromyces viciae-fabae” und erhielt für das Fachgebiet Phytopathologie und Pflanzenphysiologie die Lehrbefugnis. Herr Deising absolvierte mehrere längerfristige Forschungsaufenthalte in den USA und Kanada, unter anderem an der McMaster University in Hamilton, Ontario (1986), der University of Georgia in Athens, Georgia (1989) und der Purdue University in West Lafayette, Indiana (1992). Seit 1997 ist er C4 Professor am Lehrstuhl für Phytopathologie und Pflanzenschutz der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg.

Wegweisend sind seine Forschungsarbeiten zur Aufklärung der Pathogenitätsmechanismen von Colletotrichum graminicola, einem weltweit bedeutenden Pathogen an Mais, Getreide und Gräsern. Herrn Deising gelang es, die Funktion der pilzlichen Appressorien zu beschreiben und infektionsspezifische Gene zu isolieren und zu charakterisieren. Zusammen mit der Analyse des Sekretoms der Pathogenese von C. graminicola trugen seine Arbeiten wesentlich zur Aufklärung der molekularen Pathogenitätmechanismen von C. graminicola bei. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Herr Deising ist die Aufklärung der molekularen Mechanismen von Fungizidresistenz in Populationen von Fusarium graminearum und anderer phytopathogenen Pilzen. Die so gewonnenen Erkenntnisse führten zur Anpassung bestehender Pflanzenschutzstrategien mit dem Ziel, die Resistenzbildung moderner Pflanzenschutzmittel zu verzögern bzw. im Idealfall zu vermeiden.

Seine Forschungsergebnisse hat Herr Deising in über 100 Fachartikeln in durchweg hochwertigen Journalen publiziert. Hinzu kommen 18 Bücher und Buchkapitel sowie weit über 100 Konferenzbeiträge. Herr Deising hat zahlreiche Studierende und Doktoranden ausgebildet und für die Phytomedizin begeistert. Er ist hervorragend vernetzt und seine Arbeiten genießen national wie international höchstes Ansehen.

Herr Deising engagiert sich neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Phytomedizin. So war er von bis 2012 bis 2018 im Vorstand der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft und von 2004-2011 Mitglied im Fachkollegium 207-06 „Phytomedizin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Herr Deising bringt sich aktiv in die Organisation und Gestaltung namhafter Tagungen ein, wie der Deutschen Pflanzenschutztagung oder der International Plant Protection Conference 2015 in Berlin. Aktuell organisiert er federführend das alle 3 Jahre stattfindende International Reinhardsbrunn-Symposium on Modern Fungicides and Antifungal Compounds in Friedrichroda. Herr Deising ist Editor von FEMS Microbiology Letters und Journal of Plant Diseases and Protection und engagierter Gutachter wissenschaftlicher Originalarbeiten und Forschungsanträgen.

Julius Kühn-Preis 2020 für

Dr. Caspar Langenbach

Herr Dr. Caspar Langenbach erhält den Julius Kühn-Preis in Würdigung seiner Arbeiten zur genetischen und biologischen Kontrolle des Asiatischen Sojabohnenrostpilzes Phakopsora pachyrhizi

Herr Dr. Langenbach hat an der RWTH Aachen Biologie studiert und während seines Studiums bei Prof. Hermann Silva an der Universidad Andrés Bello, Santiago de Chile, geforscht. Er hat dann 2013 in der Arbeitsgruppe von Jun.-Prof. Dr. Katharina Göllner und Prof. Dr. Uwe Conrath in Aachen promoviert (summa cum laude) und seine sehr erfolgreichen Arbeiten dort als Postdoc fortgeführt. Zuzeit leitet Herr Dr. Langenbach die Arbeitsgruppe Agbiotech in der Abteilung von Prof. Conrath. Schon während seiner Promotion hat sich Herr Langenbach intensiv mit den genetischen und biochemischen Grundlagen der Nichtwirtresistenz von Ackerschmalwand gegenüber dem Asiatischen Sojabohnenrostpilz (ASR) Phakopsora pachyrhizi beschäftigt. Damals legte er die Basis für die Ausarbeitung der Rolle von niedermolekularen Sekundärmetaboliten und den entsprechenden Metabolismusgenen für die Resistenz gegen Ausbreitung des Pilzes im Blattgewebe. Diese und weitere Gene führten dann weiter zur Etablierung von partieller ASR Resistenz in Sojabohnen durch erfolgreiche Translation des Wissens aus der Modell- in die Kulturpflanze. In einem zweiten interdisziplinären Ansatz versucht Herr Dr. Langenbach die Oberfläche von Pflanzenblättern für den Pflanzenschutz zu funktionalisieren. Dabei werden neuartige chimäre Proteine genutzt, die sich auf der einen Seite in die Kutukula der Pflanze einlagern und so regenfest auf der Blattoberfläche verweilen. Auf der anderen Seite des Peptides können sich zum Beispiel antifungale Peptide befinden. Diese bifunktionalen Proteine reduzieren dann tatsächlich die Entwicklung von ASR. Das Prinzip der Regenfestigkeit ist dabei viel­versprechend und wird ggf. auch in anderen Formen des biologischen oder chemischen Pflanzenschutzes eingesetzt werden können. Dabei könnte es beitragen, die Wirkstoff am Ort ihrer gewünschten Wirkung zu fixieren und so helfen, Wirkstoffmengen und Umwelteintrag von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Herr Dr. Langenbach hat seine Forschungsarbeiten in zahlreichen peer-reviewed Original- und Übersichtsartikeln in hochklassigen Zeitschriften publiziert und seine Arbeit erfährt große Aufmerksamkeit im Bereich des Wissenschaftsjournalismus. Das insgesamt hat die DPG bewogen, dem Vorschlag aus den Reihen unserer Mitglieder zu folgen, und Herrn Dr. Langenbach den Julius Kühn-Preis 2020 zu verleihen, wozu wir ganz herzlich gratulieren.

Nachwuchspreis 2020 für

Dr. Iris Eisermann

Die DPG verleiht Frau Dr. Iris Eisermann für ihre Verdienste in ihrer Master- und Doktorarbeit den Nachwuchspreis der DPG. Dieser Preis wird auf Vorschlag durch die Mitglieder der DPG für herausragende wissenschaftliche Leistungen des Nachwuchses verliehen.

Frau Dr. Iris Eisermann hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert und ihre Abschlussarbeit und Doktorarbeit in der Abteilung Phytopathologie und Pflanzenschutz unter Leitung von Prof. Dr. Holger Deising. Sie hat sich unter Ko-Betreuung durch Dr. Stefan Wirsel besondere Verdienste im Verständnis der Biologie des Anthraknose-Schadpilzes Colletotrichum graminicolaund seiner Interaktion mit dem Mais als Wirtspflanze erworben. Ihre Arbeiten zeigen, dass spezifische sekretierte Effektorproteine und andere pilzliche Komponenten eine Schlüsselrolle für das Eindringen der Pilze in die Epidermis der Pflanze einnehmen. Einige der Gene beeinflussen auch indirekt die Fähigkeit der Wirtspflanze, Abwehrreaktionen auszuführen oder haben Funktionen, die über die Rolle in der Pathogenität hinausgehen. Die Arbeiten haben fundamentale Bedeutung für das Verständnis, wie Pilze in der Interaktion mit der Pflanze funktionieren. Frau Dr. Eisermann hat ihre Arbeiten bereits gut sichtbar publiziert und zu weiteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe beigetragen. In weiteren bereits öffentlich präsentierten Arbeiten zeigt Frau Dr. Eisermann die Bedeutung eines einzelnen Aminosäureaustausches in einem Transkriptionsfaktor für die Fungizidresistenz von Fusarium graminearum. Frau Dr. Eisermann arbeitet zurzeit als Postdoc am Sainsbury Laboratory, Norwich, UK in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Nick Talbot und setzt ihre Arbeiten zur Pathogenität von Schadpilzen fort. Dazu insgesamt gratuliert die DPG Frau Dr. Eisermann ganz herzlich durch die Verleihung des Nachwuchspreises der DPG.

 

Wissenschaftspreis 2019 für

Prof. Dr. Ulrich Schaffrath

Den Wissenschaftspreis 2019 erhält Prof. Dr. Ulrich Schaffrath in Würdigung seiner Verdienste in der Kulturpflanzenforschung

Die DPG verleiht Herrn Prof. Dr. Ulrich Schaffrath von der RWTH Aachen, Lehrstuhl und Institut für Biologie III (Pflanzenphysiologie), für seine Verdienste in der Kulturpflanzenforschung den Wissenschaftspreis der DPG. Dieser Preis wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen.

Herr Schaffrath arbeitet auf dem Gebiet der basalen und der Nichtwirt-Resistenz von Gräsern, insbesondere Reis und Gerste gegenüber verschiedenen Schaderregern, mit Fokus auf blattpathogenen Pilzen wie Magnaporthe oryzae und Blumeriagraminis.Mit dem Wissenschaftspreis wird er speziell für seine Leistungen zur Aufklärung der Funktion der Jacalin-ähnlichen Proteine geehrt. Herr Schaffrath konnte mit seiner Arbeitsgruppe zeigen, dass diese Proteine in Gräsern in der Abwehr aktiv und über die Grenze von Pflanzengattungen hinweg funktional sind. Sie wirken dabei universell gegen die Infektion von verschiedenen Pilzen, Oomyceten und Bakterien. Die speziell von ihm untersuchten Vertreter dieser Proteinfamilie sind entwicklungsgeschichtlich Chimäre, die über Ihre Proteindomänen die Funktion von 2 Proteinfamilien in einem Protein vereinen. Es handelt sich dabei um wahrscheinlich kohlehydratbindende Lektine und Dirigentproteine, die eineFunktionen im Phenylpropanoid/Ligninstoffwechsel innehaben. Herr Schaffrath konnte zeigen, dass diese chimären Jacaline,die so nur bei Gräsernvorkommen,erst durch die kooperative Wirkung beider Proteindomänen ihre Funktion erfüllen. Die von der DPG gewürdigte Arbeit ist 2016 in MolecularPlant erschienen und hat das Verständnis der Jacalin-Proteine befruchtet und international befeuert. Dazu gratuliert die DPG Herrn Schaffrath ganz herzlich durch die Verleihung des Wissenschaftspreises der DPG.

 

Polarized Defense Against Fungal Pathogens Is Mediated by the Jacalin-Related Lectin Domain of Modular Poaceae-Specific Proteins. Weidenbach D, Esch L, Möller C, Hensel G, Kumlehn J, Höfle C, Hückelhoven R, Schaffrath U. Mol Plant. 2016, 9(4):514-27.  doi: 10.1016/j.molp.2015.12.009.

 

Ehrennadel 2019 für

Dr. Cornel Adler

Der Vorstand der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V. (DPG) verleiht die Ehrennadel der DPG für das Jahr 2019 an Herrn Dr. Cornel Adler für seine herausragenden Verdienste um die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e.V..

Herr Dr. Adler hat die Belange der DPG über 15 Jahre als Arbeitskreisleiter im Vorratsschutz vertreten und die DPG in renommierte internationale Tagungen eingebunden.

Mit annähernd 100 Publikationen belegte Herr Dr. Adler seine herausragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Vorratsschutzes. Er bringt seine Kenntnisse regelmäßig als Gutachter in das Journal for Plant Disease and Protection ein.

Im DPG-Arbeitskreis Vorratsschutz gelang es ihm stets, den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Industrie, Beratung und Praxis zu gewährleisten. Insbesondere innovative Strategien im Vorratsschutz (z. B. neuartige Überwachungsverfahren, neue Bekämpfungsverfahren) wurden in den Arbeitskreis-Tagungen diskutiert und die Erkenntnisse in der Fachwelt verbreitet.

Ein besonderes Augenmerk richtet Herr Dr. Adler auf den Vorratsschutz in den Tropen. Hier sind es vor allem moderne biologische Methoden, die er für die Anwendung in den Tropen entwickelt. Über viele Jahre unterstützte er auch den DPG-Arbeitskreis für Phytomedizin in den Tropen und Subtropen über die Beteiligung seiner Arbeitsgruppe des Julius Kühn-Institutes am Tropentag.

Bei all seinen Aktivitäten stellt er konsequent die Bedeutung der DPG als verbindende und interdisziplinäre Fachgesellschaft heraus.

Durch die Einbindung der DPG in renommierte Tagungen hat Herr Dr. Adler wesentlich dazu beigetragen, die Sichtbarkeit der DPG im nationalen und internationalen Raum zu erhöhen. So ist es Herrn Dr. Adlers großem Engagement zu verdanken, dass die 12th International Working Conference for Stored Product Protection vom 7. bis 11. Oktober 2018 in Berlin erstmalig in Deutschland ausgerichtet und die DPG als Mitveranstalter dieser Tagung eingebunden wurde. Mit 385 gezählten Teilnehmern aus 53 Ländern war die Tagung überaus gut besucht und bot eine hervorragende Plattform für den Informationsaustausch und die Bildung von Netzwerken.