Entwicklung von alternativen biologisch-integrierten Bekämpfungsstrategien für den Zierpflanzenbau

Dr. Ellen Richter 

Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW
Gartenstraße 11
50765 Köln-Auweiler.

Ellen.Richter@LWK.NRW.de

 

Dr. Elias Böckmann

Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst - Julius Kühn-Institut
Messeweg 11-12
38104 Braunschweig

elias.boeckmann@julius-kuehn.de

Der klassische Pflanzenschutz wird sich in den kommenden Jahren dramatisch verändern. Altbekannte und seit Jahrzehnten eingesetzte Pflanzenschutzmittel werden vom Markt verschwinden, da ihre Wirkstoffe nicht mehr registriert werden. Die Situation wird verschärft durch stetig steigende Auflagen und Anwendungsbestimmungen, welche die Anwendungen stark einschränken, wie z. B. die Auflagen zum Arbeiterschutz, zum Einsatz der Mittel nur im Gewächshaus auf vollständig versiegelter Fläche oder zur Anwendung mit (semi)automatischen Spritzgestängen bzw. traktorgebundener Applikationstechnik.

Als Alternative ist der biologische Pflanzenschutz im Gewächshaus praktikabel und in der Praxis mit Unterstützung umsetzbar. Für den Anbau im Freiland und bei der Bekämpfung von Pilzkrankheiten gibt es jedoch nur wenige Erfahrungen. Auch für den bestmöglichen Einsatz von ‚Biologika‘ liegen kaum Erfahrungen vor. Gleichzeitig sind die Anforderungen vom Markt an die Qualität der Erzeugnisse gleichbleibend hoch – wir sprechen hier von einer Nulltoleranz: auf Zierpflanzen dürfen sich keine Schaderreger (oder auch Nützlinge) befinden.

Auf die Betriebe aber auch auf uns kommen somit viele neue Herausforderungen zu. Um sie mit unseren begrenzten Mitteln bewältigen zu können, schlagen wir vor, das Wissen um alternative Bekämpfungsmaßnahmen sowie den vorbeugenden Pflanzenschutz zu bündeln, den zukünftigen Forschungsbedarf zu ermitteln und Schwerpunkte gemeinsam zu bearbeiten.

Zu diesem Zweck planen wir eine Arbeitstagung, auf der Bekämpfungsstrategien gegen Hauptschaderreger sowie zur Wuchsregulierung im Zierpflanzenbau erarbeitet werden. Vor- und Nachteile solcher Verfahren und ihre Umsetzbarkeit in der Praxis sollen diskutiert werden, um Handlungsfelder zu eruieren und gemeinsame Projekte zu initiieren oder Projektanträge auf den Weg zu bringen. Auch unkonventionelle Ideen sind dabei willkommen.

Wir laden Sie zu diesem Arbeitstreffen ein, um mit uns die Stärken und Schwächen solcher Strategien in Workshops zu verschiedenen Schaderregergruppen zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen am Ende der Veranstaltung zusammengefasst und im gemeinsamen Gremium diskutiert werden.

Das Arbeitstreffen ‚Alternative Bekämpfungsstrategien für den Zierpflanzenbau‘ soll stattfinden von Montag 24.Juni 2019, 13:00 Uhr - bis Dienstag, 25.Juni, 14:00 Uhr

im Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW, Gartenstraße 11, 50765 Köln-Auweiler. Bringen Sie auch gerne Kollegen mit, die an einem Austausch interessiert sind.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ellen Richter

 

Wir bieten folgende Themen-Workshops an:
  • Schädlinge
  • Blattkrankheiten
  • Bodenbürtige Krankheiten
  • Unkrautbekämpfung
  • Wachstumsregulierung

Bitte tragen Sie sich auf dem Anmeldeformular für den entsprechenden Workshop ein!

Der Arbeitskreis Gemüse und Zierpflanzen der DPG  arbeitet mit Vertretern des Julius Kühn-Institutes, der Pflanzenschutzdienste der Länder, der Industrie und von Universitäten zusammen.

Nach der Tagung finden Sie hier die Zusammenfassung der Ergebnisse