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Die Otto Appel-Denkmünze

(Fassung III v. 24.09.2014)

 

Unter der Schirmherrschaft von Ministerialdirektor Prof. Dr. F. W. Bode wurde anlässlich der Vollendung des 85. Lebensjahres des Nestors des deutschen Pflanzenschutzes, Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Appel, eine

Otto-Appel-Denkmünze

gestiftet.

Das Kuratorium hat in der Sitzung vom 18.3.1959 folgende Neufassung der Satzung vom 27.11.1957 beschlossen:

1. Die Schirmherrschaft über die am 19.5.1952 anläßlich der Vollendung des 85. Lebensjahres des Nestors des deutschen Pflanzenschutzes, Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Appel, gestiftete Otto-Appel-Denkmünze liegt bei dem jeweiligen Präsidenten des Julius Kühn-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

2. Die Otto-Appel-Denkmünze kann jährlich, jeweils am Geburtstag des Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. Appel, am 19. Mai, für wertvolle wissenschaftliche oder organisatorische Arbeit auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes verliehen werden. Die Auszeichnung kann mit einem Geldpreis verbunden werden. Sie kann sowohl an deutsche als auch an ausländische Personen verliehen werden.

3. Über die Verleihung entscheidet ein Kuratorium, das sich aus Persönlichkeiten zusammensetzt, die von folgenden Organisationen benannt werden, die sich unmittelbar mit Fragen des Pflanzenschutzes befassen:

a) Industrieverband Agrar e.V.,

b) Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

c) AGRAVIS Raiffeisen AG,

d) Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e.V.,

e) außerdem die jeweilige Leiterin/der jeweilige Leiter des Referates Pflanzenschutz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Das Kuratorium wählt sich seinen Vorsitzenden selbst und entscheidet mit einfacher Mehrheit. Es tritt möglichst jährlich einmal zusammen, um die Nominierung der auszuzeichnenden Personen vorzunehmen. Ergibt die Abstimmung Stimmengleichheit, übernimmt der Schirmherr die Entscheidung.

Vorschläge für Kandidaten für die Verleihung der Otto-Appel-Denkmünze im Folgejahr können bis zum 31.12. schriftlich mit Begründung beim Schirmherrn der Stiftung eingereicht werden. Der Schirmherr leitet die Vorschläge dem Kuratorium zu.

4. Das Kuratorium ist verpflichtet, einen Vertreter des Julius Kühn-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, und je einen Vertreter der Pflanzenschutzämter und der freien Wissenschaft vor der Wahl des Auszuzeichnenden zu hören. Das Kuratorium benennt die Vertreter, die Befragung erfolgt durch den Schirmherrn.

5. Die Geschäftsführung regelt der jeweilige Schirmherr des Kuratoriums.

6. Die Übergabe der Otto-Appel-Denkmünze erfolgt in einem würdigen Rahmen zu einem vom Kuratorium festzulegenden Zeitpunkt durch den jeweiligen Schirmherrn oder seinen Beauftragten.

7. Satzungsänderungen erfolgen mit einfacher Mehrheit. Im Falle der Auflösung der Stiftung beschließt das Kuratorium über die Verwendung etwaig vorhandener Gelder.

8. Die von den Mitgliedern des Kuratoriums unterschriebene Urschrift der Satzung wird vom Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, aufbewahrt.

Otto Appel (1867-1952) Organisator des deutschen Pflanzenschutzes

Otto Appel war von 1920 bis 1933 Direktor und Präsident der damaligen Biologischen Reichsanstalt. In seiner Amtszeit wurde die staatliche Prüfung von Pflanzenschutzmitteln einheitlich für das gesamte Reich durch die Biologische Reichsanstalt eingeführt. Noch nach seiner Pensionierung 1933 wirkte er entscheidend auf das erste Pflanzenschutzgesetz von 1937 ein. Bereits 1914 hatte er dafür einen Entwurf erarbeitet. Unter der Schirmherrschaft von Ministerialdirektor Prof. F.W. Maier-Bode wurde anläßlich der Vollendung des 85. Lebensjahres von Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Appel, die Otto-Appel-Denkmünze gestiftet.

Inhaber der Otto Appel-Denkmünze

Die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e.V. hat gemeinsam mit dem Industrieverband Agrar e.V., der Unterabteilung Maschinen und Geräte für den Pflanzenschutz in der Landmaschinen- und Ackerschleppervereinigung (LAV), der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH und dem Leiter des Referates Pflanzenschutz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Herrn Prof. Dr. Bernd Böhmer, ehem. Leiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn, die Otto-Appel-Denkmünze 2016 für sein unermüdliches jahrzehntelanges erfolgreiches Engagement für die Fortentwicklung und die Ziele eines nachhaltigen Pflanzenschutzes verliehen. Die Auszeichnung wurde ihm auf der Deutschen Pflanzenschutztagung 2016 in Halle vom Präsidenten des Julius Kühn-Institutes, Herrn Dr. G.-F. Backhaus überreicht.

Die Verleihung dieser Denkmünze, die zu Ehren des Nestors des Pflanzenschutzes in Deutschland, Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Appel, gestiftet wurde, bringt die Wertschätzung von Wissenschaft und Praxis zum Ausdruck, die dem Wirken vonHerrn Prof Dr. Heinz-Wilhelm Dehne entgegen gebracht wird.

Das Kuratorium zur Verleihung der Denkmünze bringt damit die große Wertschätzung von Wissenschaft und Praxis zum Ausdruck, die Prof. Dehne und seiner Arbeit entgegengebracht wird.
Prof. Dehne und seinem Team ist es auf überdurchschnittliche Weise gelungen, grundlegende Forschung in Phytomedizin und Pflanzenschutz und Praxisorientierung miteinander zu verknüpfen, vor allem im Hinblick auf die Vermeidung von Belastungen durch Mykotoxine. »Herr Professor Dehne und sein Team haben zukunfts-
und richtungsweisende Beiträge zur Lösung drängender Pflanzenschutzprobleme geleistet«, würdigte ihn der Präsident des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg F. Backhaus, bei der Preisübergabe.

In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um den Pflanzenschutz wird Herrn Dr. Georg Meinert  die Otto-Appel-Denkmünze 2012 verliehen.

Die Verleihung dieser Denkmünze, die zu Ehren des Nestors des Pflanzenschutzes in Deutschland, Geheimrat Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Appel, gestiftet wurde, bringt die Wertschätzung von Wissenschaft und Praxis zum Ausdruck, die dem Wirken vonHerrn Dr. Georg Meinert entgegen gebracht wird.

Die Auszeichnung würdigt seine wertvollen Leistungen und sein großes Engagement für die Entwicklung des Pflanzenschutzes.
Als langjähriger Leiter der Landesanstalt für Pflanzenschutz Baden-Württembergs hat sich Herr Dr. Meinert maßgeblich für die Ziele des nachhaltigen Pflanzenschutzes eingesetzt. Durch aktive Mitarbeit in zahlreichen Gremien trug er entscheidend dazu bei, den Pflanzenschutz auf wissenschaftlichen und praktischen Gebieten weiter zu entwickeln und an den Erfordernissen der Praxis sowie des Verbraucher- und Umweltschutzes auszurichten.

Die feierliche Verleihung fand im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der 58. Deutschen Pflanzenschutztagung am 11. September 2012 in der Technischen Universität Braunschweig statt.

2016: Prof. Dr. Bernd BÖHMER, ehem. Leiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn
2014: Prof. Dr. Heinz-Wilhelm DEHNE, INRES, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn *03.08.1950
2012: Dr. Georg MEINERT, ehem. Leiter der Landesanstalt für Pflanzenschutz Baden-Württembergs *12.07.1941
2010: Dr. Manfred RESCHKE, ehem. Leiter des Pflanzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer Hannover *05.11.1941
2008: Dr. Ralf PETZOLD, ehem. Referats-Leiter des BMELV *21.03.1942
2006: Dr. Oskar BÖTTCHER, ehem. Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Agrar e.V. *02.10.1942
2004: Prof. Dr. Fred KLINGAUF, ehem. Präsident der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig, *24.08.1936
2002: Prof. Dr. Fritz FÜHR, Institut für Radioagronomie der Kernforschungsanlage Jülich, * 22.07.1934
2000: Dr. Gerhard PRANTE, ehem. Aventis CropScience, * 14.03.1942
1998: Dr. Renate HANS, Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Berlin, * 27.06.1937
1996: Prof. Dr. Rudolf HEITEFUSS, Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz, Universität Göttingen * 08.11.1928
1994: Dr. forest. habil, Hans-Hermann CRAMER, ehem. Referent f. Umweltfragen, Bayer AG, PF-A, * 15.10.1927
1992: Prof. Dr. agr. Gerhard SCHUHMANN, ehem. Präsident, Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig, * 07.06.1923
1990: Prof. Dr. agr. Friedrich GROSSMANN, Inst. f. Phytomedizin, * 16.03.1927
1988: Dr. rer. pol. Dieter REDLHAMMER, ehem. Direktor, Leiter, Hoechst AG, GB Landwirtschaft, * 26.12.1921
1986: Dr. agr. Theobert VOSS, Ltd. Dir. u. Prof. i.R., Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, * 02.01. 1925
1984: Prof. Dr. agr. Rolf DIERCKS, ehem. Abteilungsleiter, Bayerische Landesanstalt f. Bodenk. u. Pflanzenbau * 17.12.1915
1981: Prof. Dr. phil. Waldemar MADEL, ehem. Geschäftsführer, Celamerck GmbH & Co. KG, Ingelheim, Privat-Dozent Universität Mainz * 27.03.1912 + 26.04.2002
1979: Prof. John D. FREYER, M.A., Yarnton, Oxford/Großbritannien
1978: Prof. Ronald K.S. WOOD, Ph.D., F.R.S., London/UK, * 08.04.1919
1977: Prof. Dr. agr. Dr. agr. hc. Harald RICHTER, ehem. Präsident der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Berlin und Braunschweig, * 10.08.1902 + 01.05.1981
1975: Prof. Dr. phil. Dr. agr. hc. Walter Heinrich FUCHS, ehem. Direktor des Instituts für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz, Universität Göttingen, * 29.02.1904 + 11.09.1981
1973: Prof. Dr. phil. nat. Karl BÖNING, ehem. Direktor der Abteilung Pflanzenschutz der Bayerischen Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau, München, * 11.03.1901 + 04.08.1977
1971: Dr. sc. nat. Martin HANF, Limburgerhof, * 17.08.1911 + 01.12.1991
1968: Prof. Dr. techn. Ferdinand BERAN, Hofrat, ehem. Leiter der Bundesanstalt für Pflanzenschutz, * 28.08.1903 + 04.01.1985
1966: Dr. phil. nat. Erich KÖHLER, ehem. Direktor des Instituts für landwirtschaftliche Virusforschung der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig, * 15.11.1889 + 03.03.1985
1964: Dr. phil. Hans BREMER, ehem. Vorsteher des Instituts für Gemüsebau und Unkrautforschung der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Neuss-Lauvenburg * 15.10.1891 + 12.10.1964
1962: Prof. Dr. phil. Drs. hc. Ernst GÄUMANN, ehem. Vorsteher des Instituts für spezielle Botanik, Eidgenössische Technische Hochschule, Zürich/Schweiz * 06.10.1893 + 05.12.1963
1960: Prof. Dr. sc. nat. Drs. hc. Bernhard RADEMACHER, ehem. Direktor des Instituts für Pflanzenschutz, Universität Hohenheim * 04.11.1901 + 11.02.1973
1958: Dr. phil. Dr. agr. hc. Carl STAPP, ehem. Direktor des Instituts für Bakteriologie und Serologie der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig, *02.03.1888 + 27.02.1984
1957: Prof. Dr. of Phil. Drs. hc. Elvin Charles STAKMAN, ehem. Direktor des Dept. of Plant Pathology and Botany, St. Paul, Minn., USA * 17.05.1885 + 22.01.1979
1956: Prof. Dr. phil. Walter KOTTE, ehem. Direktor des Pflanzenschutzamtes Freiburg i. Br. * 15.02.1893 + 16.06.1970
1955: Dr. Ing. Drs. hc. Gerhard SCHRADER, Wuppertal, * 1903 + 1990
1954: Prof. Dr. phil. Dr. hc. Johann Christian (Hans) BLUNCK, ehem. Direktor des Instituts für Pflanzenkrankheiten, Universität Bonn * 13.09.1885 + 12.11.1958
1953: Prof. Dr. rer. nat. Drs. hc. Johanna WESTERDIJK, ehem. Director Pathologisch Labor "Willie Commelin Scholten" en Centraal-bureau voor Schimmelcultures, Baarn/NL, * 04.01.1883 + 15.11.1961
1952: Prof. Dr. phil. et. rer. nat. Drs. hc. Otto APPEL, ehem. Präsident der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft Berlin- Dahlem, * 19.05.1867 + 10.11.1952